Aktuelles

Weihnachts-Ausstellung beim „Fladerer“

Margret und Uli Simecek haben zusammen mit Eberhard Steinhilber liebevoll eine schöne Weihnachtsausstellung im Schaufenster des ehem. Feinkostgeschäfts „Fladerer“ aufgebaut. Eberhard Steinhilber hat seine Sammlung von Christbaumständern beigesteuert. Viele werden beim Betrachten der Spielsachen und Weihnachtsgeschenke „aus alter Zeit“ wehmütig an ihre Jugend denken. Vaihingen hat noch viele Schätze auf seinen Dachböden und in seinen Kellern …

 

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Eröffnung der „Wilderer-Ausstellung“

Zum ersten Mal erstellte die Vaihinger Gesellschaft eine (Wander-) Ausstellung. Nach wochenlanger Arbeit und Organisation konnte die Ausstellung dann stolz mit Glühwein, „Dachsenfranz-Bier“ und Jagdhörnern am 9.12.2018 eröffnet werden. Der Vorsitzende Reinhard Wahl bei der EröffnungNach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Reinhard Wahl und den Grußworten von Hauptamtsleiterin Jutta Kremer-Weig („Die Pakethalle ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht“) erläuterte Gundula Gmelin (Fachbereichsleiterin Forsten beim Landratsamt Ludwigsburg), wie es überhaupt zur Wilderei kam: Armut, Schutz vor Wildschäden  und Auflehnung gegen die Obrigkeit. Martin Ehlers (Stadtarchivar und Ausstellungssmacher aus Maulbronn) führte dann in die weitere Geschichte der Wilderer ein, wo z.B. Wilderer zu Jagdaufsehern gemacht wurden!

Die von Martin Ehlers konzipierte Ausstellung war von den Historikern und Asstellungsmachern Frank  Lang und Peter Schaller an die Gegebenheiten der Pakethalle des Bahnhofs angepasst worden. Hundert Besucher drängten sich zur Eröffnung im Bahnhöfle und betrachteten interessiert die zahlreichen historischen Bilder und Objekte.

 

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Überraschung beim Abbruch des Bahnhofhotels

Von vielen Vaihingern wurde der Abbruch des Bahnhofhotels (1904) bedauert, wurde doch dadurch das schöne Gebäudeensemble der Gründerzeit (um 1900) mit Bahnhof, Bahnhofshotel (später Kino) und Töpferei Trautmann zerstört. Beim Abbruch des Gebäudes ergab sich ein bisher wohl unbekannter Einblick in die ursprüngliche Architektur des Kinos:

Der ursprünglich Saal hatte eine – von der Kinodecke verborgene – Segmentbogendecke, die von warmgenieteten gebogenen Stahlträgern im Stil der Stahlarchitektur des 19. Jahrh.  getragen wurde. Der Zugang zu dieser Decke war hinter einer Dachklappe verborgen – es ist fraglich, ob das Denkmalamt bei der Untersuchung des Gebäudes vor Abbruch diese Struktur entdeckte. Es wäre geschichtlich hilfreich gewesen, diese außergewöhnliche Kontruktion beim Abriß des Gebäudes besser zu dokumentieren und zu fotografieren!

Solche Konstruktionen in der Stahlarchitektur der Kaiserzeit sind typisch für Bahnhöfe und Brücken. Als Saaldecken sind sie jedoch wegen der Zerstörungen im 2. Weltkrieg und und der nachfolgenden Neubebauung äußerst selten.

Als ein schönes Beispiel kann man in Stuttgart die „Alte Reithalle“ bewundern.

-> VKZ-Bericht zum alten Bahnnhofshotel/Kino

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Maientag 2018

Die DVG veranstaltete gut besuchte Führungen im alten „Oberamt“ und der Körner`schen Scheuer. Diese jahrzehntelang leerstehenden Gebäude sind inzwischen verkauft.

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Friedrich Wahl +

Wir trauern betroffen um unser Gründungsmitglied Friedrich Wahl, der im Alter von 74 Jahren unvermittelt aus dem Leben gerissen wurde. Er war mit seinem großen Engagement in Vaihingen, seinen vielfätigen Kenntnissen  und seinem Humor ein prägender Mann in Vaihingen. Er unterstütze nachhaltig die Gründung unseres Vereins. Seine historischen Erfahrungen werden uns fehlen. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

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„Wertvoller Fund in Vaihingen/Enz

Der Goldschatz im GefängnisturmGoldmünze aus dem Haspelturm

Von Julian Illi 

Eigentlich ist der Vaihinger Haspelturm für Neugierige verschlossen. Doch der Geschichtsverein will das ändern und reinigte dafür jetzt das Gemäuer. Dabei stießen die Hobbyhistoriker auf einen wertvollen Schatz.                                                                                           Beinahe hätte Alexander Danz den Schatz einfach übersehen. Und beinahe hätte er ihn nach der Entdeckung als wertlosen Plunder abgetan. Dass beides nicht so kam, freut nun Alexander Danz – und die ganze Stadt Vaihingen.

Im Haspelturm, verborgen unter zentimeterdickem Dreck, entdeckte der Hobbyhistoriker aus dem Stadtteil Enzweihingen vor wenigen Tagen einen barocken Golddukaten. Erst habe er nicht geglaubt, wirklich etwas Wertvolles in der Hand zu halten, sagt Danz. Doch die Schrift auf den 3,5 Gramm Gold brachte ihn dann auf die richtige Fährte: Geprägt wurde die Münze zur Zeit des Kaisers Leopold I im Jahr 1693. Sie hat etwa die Größe eines Eurostücks und ist definitiv aus Gold, so viel wissen Danz und seine Kollegen vom Vaihinger Geschichtsverein. Was sie nicht wissen ist, wie der Schatz in den Haspelturm kam – und vor allem: wann. Wahrscheinlich ist, dass er seit rund 300 Jahren in der Ecke hinter einer schweren Holztür lag, wo Alexander Danz ihn in die Hände bekam.

Mehr als 3000 Euro erlösen vergleichbare Golddukaten unter Sammlern, doch daran, den seltenen Fund zu verkaufen, denken die Mitglieder des Geschichtsvereins nicht. Inzwischen wird der Schatz sicher im Rathaussafe verwahrt, er ist, genau wie der Fundort im Turm, städtisches Eigentum. Der Oberbürgermeister Gerd Maisch will die wertvolle Münze beim Maientag an diesem Wochenende den Besuchern präsentieren.

Das größte Vaihinger Stadtfest war auch der Anlass, warum Alexander Danz und seine Kollegen vom Geschichtsverein überhaupt den Haspelturm betreten haben – als erste seit Jahrzehnten. Denn seit die Stadt eine Treppe hinauf zur Eingangstür in sechs Metern Höhe abreißen ließ, waren die einzigen Gäste des ehemaligen Kerkers Tauben, Fledermäuse und, ganz selten, die Mitarbeiter des Bauhofs. Sie flickten das Dach oder stellten Nistkästen auf. Wirklich genutzt wurde der Turm aber seit Langem nicht, bis der Geschichtsverein auf die Idee mit Führungen kam.

Der Wert der Goldmünze: mehrere Tausend Euro

Gemauert haben Arbeiter den Haspelturm um das Jahr 1400, als östlichste Befestigung der Stadtmauer. Er wurde damals für die Bewohner der reichen Stadt an der Enz aber nicht nur zur Verteidigung gebraucht. Hier sperrten die Einwohner auch jene ein, die Unrecht begangen hatten. Diebe und Taugenichtse wurden an einer Winde, der sogenannten Haspel, in einen fensterlosen Kerker gelassen, oft nur bei Wasser und Brot. Dass nicht alle lebendig dieses Loch verließen, gehört zu den Geschichten, die die Ortshistoriker am Maientag ihren Besuchern erzählen wollen.

Um das Gemäuer fit für Publikum zu machen, haben die Hobbyforscher alle Stockwerke von Dreck befreit, haben ein Gerüst aufgebaut, damit Besucher zur Eingangstür in sechs Metern Höhe gelangen. Und Edwin Dasdrow, wie Danz ein Mitglied im Geschichtsverein, hat Leitungen und Lampen installiert, damit kein Tourist auf den schmalen Stufen zu Fall kommt.

Einige Genehmigungen hat der Verein einholen müssen, um endlich zu den Besichtigungen einladen zu können. Jeweils sieben Personen dürfen am Wochenende gleichzeitig den Gefängnisturm erkunden, bevor sich nach dem Maientag die Tür wieder schließt – auf unbestimmte Zeit.“ (Artikel aus den „Stuttgarter Nachrichten“)

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Fundsache „Ein Vaihinger im amerikanischen Bürgerkrieg“

Wie unser Mitglied Boris Choudery herausfand, war der Vaihinger Bürger Gustavus Memminger maßgeblich am amerikanischen Bürgerkrieg beteiligt

„Christopher Gustavus Memminger (* 7. oder 9. Januar 1803 in Vaihingen an der Enz, Württemberg, Deutschland; † 7. März 1888 in Charleston, South Carolina) war konföderierter Offizier und Politiker. Sein Bild fand sich auch auf einer konföderierten 5-Dollar-Note. „(Wikipedia).

Er kam früh nach Nordamerika, war mit 4 Jahren Waise. “ …  Im Alter von elf Jahren (1814) wurde er von dem späteren Gouverneur von South Carolina (1820–1822) Thomas Bennett adoptiert. Sein sozialer Stand und seine Ansichten wurden weitgehend von seiner Adoptivfamilie geprägt, und so rechtfertigte er die Sklaverei.“ memminger-banknote-k

In der Konföderation der Südstaaten der USA hatte er verschiedene Ämter inne. “  Jefferson Davis, der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika (CSA), ernannte ihn auf Vorschlag von Robert Woodward Barnwell am 25. Februar 1861 zum Finanzminister, ein Posten, den er bis zum 15. Juni 1864 behielt, als er zurücktrat, weil er keinen Weg sah, die konföderierten Finanzprobleme zu lösen. Seine nüchterne Art beleidigte viele Politiker, aber seine Beziehung zum Präsidenten war ausgezeichnet…“ (Wikipedia).

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Fundsache „Kriegsnotgeld“vaih-10pf-bild1-k

Unsere Mitglieder haben verschiedene Schwerpunkte beim Sammeln von historischen Objekten. Das im Bild dargestellte Notgeld wurde von Familie Beulich-Heinrich zur Verfügung gestellt.

Wegen der Knappheit an Metallen kassierte das Deutsche Reich 1917 das Münzgeld ein. Als Ersatz gaben die Kommunen „Kriegsnotgeld“ heraus, in Vaihingen bis 1920. Die Hyper-Inflation 1923 zwang dann die Regionen und Kommunen, weiteres Notgeld zur Verfügung zu stellen.

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