DVG – Aktivitäten 2015

Vaihinger Geschichtsverein gegründet (20.11.2015)

Vaihingen/Enz hat seit einigen Tagen einen Geschichtsverein. Am Freitagabend, 20. November 2015, kamen mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger im Keller der Stadtbibliothek zusammen, um eine Lücke im Vaihinger Gesellschaftsleben zu schließen: Sie gründeten „Die Vaihinger Gesellschaft für Stadtgeschichte, Museumsarbeit und Kultur“.
In seiner Begrüßungsrede skizzierte Reinhard Bolter den Weg vom „Runden Tisch Stadtgeschichte“ zur bevorstehenden Vereinsgründung und hob den großen Erfolg der vor einigen Wochen durchgeführten Geschichtsmesse hervor. Glückwünsche für die beabsichtigte Vereinsgründung kamen von den anwesenden Vertretern benachbarter Geschichtsvereine, der Vorsitzenden des Sachsenheimer Heimatgeschichtsvereins, Jutta Glöckle, und des Vorsitzenden des Markgröninger Geschichtsvereins, Walter Ebner.
Als Versammlungsleiter des Abends schlug der Runde Tisch Dr. Otto-Heinrich Elias vor, den Senior des Herausgeberkreises der Vaihinger Schriftenreihe. Dieser hatte bei der Vorstellung des Satzungsentwurfs durch Reinhard Wahl gleich eine Abstimmung durchzuführen: Überarbeitung des Vereinsnamens oder Beibehaltung? Die Mehrheit entschied sich für den vorgeschlagenen Namen. Die Satzung wurde schließlich einstimmig angenommen. Dem Verein traten 39 Mitglieder bei, darunter auch Organisationen wie die KZ Gedenkstätte Vaihingen e.V..

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Zum Vorsitzenden wählten die neuen Vereinsmitglieder Reinhard Wahl. Er ist Leiter Bestandssanierung und Kundendienst in einem größeren Fensterbaubetrieb, seit über 25 Jahren Stadtführer in Vaihingen und Beauftragter für das Evangelische Kirchenarchiv Vaihingen. Stv. Vorsitzender ist Dr. Peter Schaller, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart. Als Schatzmeister wählten die Mitglieder Reinhard Bolter, Oberstudienrat für Mathematik und Physik. Alle Wahlergebnisse erfolgten einstimmig. Kassenprüfer sind Steuerberater Gerhard Setzer und Dieter Haupt.
Die Vereinsstatuten sehen ein Kuratorium vor, das den Verein in wichtigen fachlichen Fragen berät. Als Mitglieder wurden bestimmt: Dr. Gudrun Aker, Gudrun Breitinger, Prof. Christoph Brudi, Dr. Otto-Heinrich Elias, Frank Lang, Walter Mechler, Dr. Manfred Scheck, Wolfgang Schüle und Konrad Zluhan.
Abschließend erläuterte der neugewählte Vorsitzende Reinhard Wahl die nächsten Schritte: Vorstandssitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Alle Interessierten dürfen daran teilnehmen, es wird gemeinsam beraten. Historisch aktive Gruppen und Vereine können jederzeit Vertreter entsenden. Hauptaufgabe der kommenden Monate wird die Erarbeitung eines angemessenen und finanzierbaren Konzepts für ein Stadtmuseum sein.
Protokoll: Peter Schaller (2. Vors.)

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-> 1. Messe „Vaihinger Geschichte“ in der Peterskirche 23./24. 10. 2015

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Vaihingen und die Ortsteile besitzen eine reichhaltige Geschichte und Kultur, von der Steinzeit bis zum Industriezeitalter.

p1040712-kEinzelne Vereine, Gruppen, Privatsammler engagierten sich schon seit langem für die Erarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte. Der im Herbst 2014  gegründete „Runde Tisch Stadtgeschichte“ verfolgte die Idee, die Geschichte der Gesamtstadt Vaihingen auf eine breitere Basis zu stellen. Daher wurde am 23./24.10. 2015 in der Peterskirche eine erfolgreiche „1. Messe Vaihinger Stadtgeschichte“ veranstaltet, wo sich 24 historisch aktive Gruppen und Vereine präsentieren konnten.

Am 20.11.2015 wurde der Verein „Die Vaihinger Gesellschaft für Stadtgeschichte, Museumsarbeit und Kultur“ mit 39 Mitgliedern gegründet.

Der Verein sieht sich als Plattform für die historisch aktiven Gruppen und Menschen. Er möchte sie vernetzen, unterstützen und weitere Aktivitäten anregen. Im Beirat des Vereins können alle Gruppen, Organisationen und Vereine Mitglied werden, den Verein beraten, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Aktionen planen und organisieren. Das Kuratorium ist mit Fachleuten aus dem Bereich Geschichte besetzt und berät den Verein in fachlichen Themen.

Die Aktivitäten des jungen Vereins betreffen insbesondere

  • Organisation der Vereinsstruktur (Mitgliederverwaltung, Gemeinnützigkeit, Homepage …)
  • Erste historische Aktivitäten wie Gestaltung von leeren Schaufenstern, Besichtigungen, monatlicher Stammtisch „Stadtgeschichte“ .
  • Erarbeitung eines Konzeptes für ein Stadtmuseum/Kulturhaus/Depot in der Innenstadt.
  • Informationen/Kontakte zu historisch bedeutsamen Objekten, Privatsammlungen und Zeitzeugen in Vaihingen. Dazu gehören z.B. alte Manufakturen, Bildersammlungen und vieles andere.

Das bisherige Stadtmuseum im Dach der Peterskirche ist zu klein und hat nur einen Eingang. Darüber hinaus benötigt Vaihingen ein Depot und Räumlichkeiten für Wanderausstellungen und Kunstausstellungen. „Die Vaihinger Gesellschaft“ setzt sich daher für ein angemessenes Museum/Kulturhaus ein, das idealerweise die Innenstadt belebt.

Wegen der hohen Zuschüsse zur Stadtkernsanierung ist eine Finanzierung derzeit gut möglich. Die „Vaihinger Gesellschaft“ steht insbesondere in dieser Thematik in engem Kontakt mit der Stadt. Erste mögliche Lösungsansätze für ein Depot und ein angemessenes Stadtmuseum werden diskutiert. (Dez. 2015)