Fundgrube

Sonderbriefmarke zur Stadtgeschichte: 500 Jahre Poststation Enzweihingen

Eine Sonderbriefmarke für Vaihingen/Enz ist etwas Besonderes: Nachdem 1495 Franz von Taxis die erste Reitpostlinie eingerichtet hatte, wurde vor 500 Jahren in Zuge des Ausbaus der Postlinien 1519 eine Poststation in Enzweihingen geschaffen, besetzt mit einem Mitglied der Familie Taxis! Das historische Ereignis wurde am 3.10.2019 in Enzweihingen natürlich groß gefeiert … mit schriftlichem Grußwort von Fürstin Maria Gloria von Thurn und Taxis. (Bilder: www.vkz.de)

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Sonderbriefmarke zur Regionalgeschichte: 25 Jahre Keltenmuseum

 

„Vor 2500 Jahren – auf den Höhen südlich der Enz findet ein prunkvolles Begräbnis statt. In einer großen Holzkammer wird ein Mann bestattet, dessen Reichtum und Geltung sich an den  glanzvollen Beigaben zeigt, die ihm ins Grab folgen. Bald erhebt sich ein mächtiger, weithin sichtbarer Hügel über seiner Grabstätte.

Seit 1968 beobachtete die ehrenamtliche  Beauftragte des Landesdenkmalamtes Baden- Württemberg, Renate Leibfried, immer wieder ausgepflügte Steinbrocken im Acker. Ihrer Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass die Archäologische Denkmalpflege den Fundort genauer untersuchte und den ehemaligen Großgrabhügel erkannte.

1978 – der Grabhügel ist längst abgetragen, das Grab wird wiederentdeckt! Es ist über Jahrhunderte unangetastet geblieben! Die moderne Ausgrabung und die darauf folgenden jahrelange Forschungsarbeiten schaffen die Voraussetzung, die Grabkammer mit ihrer prunkvollen Ausstattung detailgetreu zu rekonstruieren.

1991 – Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz wird eröffnet. Es ist dem „Keltenfürsten von Hochdorf“, seiner Zeit und seiner Kultur gewidmet. An der Grabkammer stehend, erleben wir die Bestattung in all ihrem Prunk heute genauso wie die Zeitgenossen des Keltenfürsten vor 2500 Jahren. Weit über eine halbe Million Besucher haben sich seither hier am Originalschauplatz in die Zeit der Kelten zurückversetzen lassen.“ (http://www.keltenmuseum.de/Das-Keltenmuseum/ )

2016 – Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost

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Alte QSL-Karten aus dem Amateurfunk

Amateur-Funker versenden nach dem Kontakt individuelle QSL-Karten

Geschichte: 1873 Maxwell entwickelt die theoretischen Grundlagen der Elektrotechnik …1886 Hertz entdeckt die von Maxwell vorhergesagten elektromagnetischen Wellen … 1896 Popow und Maconi erreichen – unabhängig voneinander – die erste drahtlose Signalübertragung … ab 1900 Erste Amateurfunkstationen … 1912 Die „Titanic“ mit einer Marconi-Funkstation erhält Eiswarnungen, geht trotzdem unter … 1927 Erste regelmäßige Radiosender in Deutschland …1930 Größter damaliger Radiosender in Mühlacker … 2018 Ca. 73.000 Amateurfunkstationen in Deutschland

Lustige QSL-Karten aus den 50ern (gesammelt von Dieter Haupt)

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steigende Bierpreise 1923  Auch die Bierpreise erreichten 1923 astronomische Höhen …                                    Fundstück aus Fam. Zluhans Sammlung
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„Wertvoller Fund in Vaihingen/Enz

Der Goldschatz im GefängnisturmGoldmünze aus dem Haspelturm

Von Julian Illi 

Eigentlich ist der Vaihinger Haspelturm für Neugierige verschlossen. Doch der Geschichtsverein will das ändern und reinigte dafür jetzt das Gemäuer. Dabei stießen die Hobbyhistoriker auf einen wertvollen Schatz.                                                                                           Beinahe hätte Alexander Danz den Schatz einfach übersehen. Und beinahe hätte er ihn nach der Entdeckung als wertlosen Plunder abgetan. Dass beides nicht so kam, freut nun Alexander Danz – und die ganze Stadt Vaihingen.

Im Haspelturm, verborgen unter zentimeterdickem Dreck, entdeckte der Hobbyhistoriker aus dem Stadtteil Enzweihingen vor wenigen Tagen einen barocken Golddukaten. Erst habe er nicht geglaubt, wirklich etwas Wertvolles in der Hand zu halten, sagt Danz. Doch die Schrift auf den 3,5 Gramm Gold brachte ihn dann auf die richtige Fährte: Geprägt wurde die Münze zur Zeit des Kaisers Leopold I im Jahr 1693. Sie hat etwa die Größe eines Eurostücks und ist definitiv aus Gold, so viel wissen Danz und seine Kollegen vom Vaihinger Geschichtsverein. Was sie nicht wissen ist, wie der Schatz in den Haspelturm kam – und vor allem: wann. Wahrscheinlich ist, dass er seit rund 300 Jahren in der Ecke hinter einer schweren Holztür lag, wo Alexander Danz ihn in die Hände bekam.

Mehr als 3000 Euro erlösen vergleichbare Golddukaten unter Sammlern, doch daran, den seltenen Fund zu verkaufen, denken die Mitglieder des Geschichtsvereins nicht. Inzwischen wird der Schatz sicher im Rathaussafe verwahrt, er ist, genau wie der Fundort im Turm, städtisches Eigentum. Der Oberbürgermeister Gerd Maisch will die wertvolle Münze beim Maientag an diesem Wochenende den Besuchern präsentieren.

Das größte Vaihinger Stadtfest war auch der Anlass, warum Alexander Danz und seine Kollegen vom Geschichtsverein überhaupt den Haspelturm betreten haben – als erste seit Jahrzehnten. Denn seit die Stadt eine Treppe hinauf zur Eingangstür in sechs Metern Höhe abreißen ließ, waren die einzigen Gäste des ehemaligen Kerkers Tauben, Fledermäuse und, ganz selten, die Mitarbeiter des Bauhofs. Sie flickten das Dach oder stellten Nistkästen auf. Wirklich genutzt wurde der Turm aber seit Langem nicht, bis der Geschichtsverein auf die Idee mit Führungen kam.

Der Wert der Goldmünze: mehrere Tausend Euro

Gemauert haben Arbeiter den Haspelturm um das Jahr 1400, als östlichste Befestigung der Stadtmauer. Er wurde damals für die Bewohner der reichen Stadt an der Enz aber nicht nur zur Verteidigung gebraucht. Hier sperrten die Einwohner auch jene ein, die Unrecht begangen hatten. Diebe und Taugenichtse wurden an einer Winde, der sogenannten Haspel, in einen fensterlosen Kerker gelassen, oft nur bei Wasser und Brot. Dass nicht alle lebendig dieses Loch verließen, gehört zu den Geschichten, die die Ortshistoriker am Maientag ihren Besuchern erzählen wollen.

Um das Gemäuer fit für Publikum zu machen, haben die Hobbyforscher alle Stockwerke von Dreck befreit, haben ein Gerüst aufgebaut, damit Besucher zur Eingangstür in sechs Metern Höhe gelangen. Und Edwin Dasdrow, wie Danz ein Mitglied im Geschichtsverein, hat Leitungen und Lampen installiert, damit kein Tourist auf den schmalen Stufen zu Fall kommt.

Einige Genehmigungen hat der Verein einholen müssen, um endlich zu den Besichtigungen einladen zu können. Jeweils sieben Personen dürfen am Wochenende gleichzeitig den Gefängnisturm erkunden, bevor sich nach dem Maientag die Tür wieder schließt – auf unbestimmte Zeit.“ (Artikel aus den „Stuttgarter Nachrichten“)

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Fundsache „Ein Vaihinger im amerikanischen Bürgerkrieg“

Wie unser Mitglied Boris Choudery herausfand, war der Vaihinger Bürger Gustavus Memminger maßgeblich am amerikanischen Bürgerkrieg beteiligt

„Christopher Gustavus Memminger (* 7. oder 9. Januar 1803 in Vaihingen an der Enz, Württemberg, Deutschland; † 7. März 1888 in Charleston, South Carolina) war konföderierter Offizier und Politiker. Sein Bild fand sich auch auf einer konföderierten 5-Dollar-Note. „(Wikipedia).

Er kam früh nach Nordamerika, war mit 4 Jahren Waise. “ …  Im Alter von elf Jahren (1814) wurde er von dem späteren Gouverneur von South Carolina (1820–1822) Thomas Bennett adoptiert. Sein sozialer Stand und seine Ansichten wurden weitgehend von seiner Adoptivfamilie geprägt, und so rechtfertigte er die Sklaverei.“ memminger-banknote-k

In der Konföderation der Südstaaten der USA hatte er verschiedene Ämter inne. “  Jefferson Davis, der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika (CSA), ernannte ihn auf Vorschlag von Robert Woodward Barnwell am 25. Februar 1861 zum Finanzminister, ein Posten, den er bis zum 15. Juni 1864 behielt, als er zurücktrat, weil er keinen Weg sah, die konföderierten Finanzprobleme zu lösen. Seine nüchterne Art beleidigte viele Politiker, aber seine Beziehung zum Präsidenten war ausgezeichnet…“ (Wikipedia).

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Gasmotor (Daimler 1898) von Frau Krayl - Foto SchülerprojektBei einer Besichtigung in Rahmen eines Schülerprojektes in der alten Messerschmiede konnte ein alter Daimler-Gasmotor von 1898 bewundert werden

 

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Fundsache „Kriegsnotgeld“vaih-10pf-bild1-k

Unsere Mitglieder haben verschiedene Schwerpunkte beim Sammeln von historischen Objekten. Das im Bild dargestellte Notgeld wurde von Familie Beulich-Heinrich zur Verfügung gestellt.

Wegen der Knappheit an Metallen kassierte das Deutsche Reich 1917 das Münzgeld ein. Als Ersatz gaben die Kommunen „Kriegsnotgeld“ heraus, in Vaihingen bis 1920. Die Hyper-Inflation 1923 zwang dann die Regionen und Kommunen, weiteres Notgeld zur Verfügung zu stellen.

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