Die Vaihinger Gesellschaft
für Stadtgeschichte, Museumsarbeit und Kultur e.V.

Die Vaihinger Gesellschaft für Stadtgeschichte,  Museumsarbeit  und Kultur e.V. 

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 (VKZ 25.7.22) Uwe Skrzypek ist neuer Vaihinger Oberbürgermeister
In einer bis zuletzt spannenden Neuwahl hat sich der Ex-Daimler-Manager gegen Mitbewerber Matthias Beck durchgesetzt. Kandidat Nummer drei, Bernd Rothmann, kam abgeschlagen auf den dritten Platz.

 Die DVG gratuliert dem zukünftigen OB Vaihingens zum Erfolg und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Dies gilt insbesondere für die Fortführung der Aktivitäten für ein angemessenes Stadtmuseum, für das ja schon ein geeignetes Objekt angekauft wurde. Und der Dank gilt natürlich dem scheidenden OB Gerd Maisch, der die Aktivitäten unseres jungen Geschichtsvereins immer unterstützt hat.

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Ein Dorf aus der Bronzezeit wird untersucht:

VKZ LokalesVaihingen - Vorratsgruben für Getreide beim Umspannwerk
Voruntersuchungen für die Erweiterung in Pulverdingen bringen archäologische Funde ans Tageslicht. Die Genehmigung des Vorhabens durch das Landratsamt Ludwigsburg liegt jetzt vor.  Pulverdingen (p).

Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW hat die Genehmigung zur Erweiterung des Umspannwerks in Pulverdingen erhalten. „Die Energiewende bringt höhere Anforderungen an die Netzinfrastruktur mit sich, darum wird die dortige 380-Kilovolt-Schaltanlage erneuert und um zusätzliche Schaltfelder erweitert.   Erste Voruntersuchungen des Bodens haben dabei archäologische Funde zutage gebracht, die unter Leitung des Landesamts für Denkmalpflege im Rahmen einer archäologischen Rettungsmaßnahme gesichert wurden. Zu den ältesten Funden gehören große, kegelstumpfförmige Gruben, die zur Bevorratung von Getreide genutzt wurden. Gruben dieser Art datieren in die späte Bronze- bis frühe Eisenzeit.
Darüber hinaus wurden Hinweise auf eine ländliche Siedlung aus dem zweiten bis ersten vorchristlichen Jahrhundert entdeckt. Eine Besiedlung durch die Römer konnte auf der Fläche ebenfalls nachgewiesen werden. Die Funde deuten auf den Standort eines römischen Gutshofs mit verschiedenen Steingebäuden hin, von denen noch Bereiche erhalten sind, die unterkellert waren.(VKZ 23.07.2022 )

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Wieder Steinzeitdörfer bei uns entdeckt

Süddeutschland ist durch Schwarzwald und Odenwald nach Westen blockiert, nach Süden blockieren die Alpen. Nur die kleine Lücke bei Karlsruhe-Pforzheim erlaubt gute West-Ost-Verbindungen! Zudem besitzt Süddeutschland gute Böden. Daher ist unsere Region praktisch seit der Eiszeit eine durchgängig besiedelte Kulturlandschaft.

Wegen der Gasleitung, die in unserer Region gerade gebaut wird, werden die geöffneten Böden wie bei allen solchen Bauvorhaben von Archäologen untersucht.

Bei Sachsenhein fanden sich Reste von gleich zwei Steinzeitsiedlungen. Diese sind nach ersten Analysen der Tonscherben rund 3.500 Jahre alt, waren aber mehrere Jahrhunderte nacheinander bewohnt worden. Die Besiedlung ist durch typische dunkle Bodenverfärbungen erkennbar. Die Archäologen standen unter Zeitdruck: Für die Bodenuntersuchungen und Stichgrabungen hatten sie nur 2 Wochen Zeit ...

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"Ensingen im 19. Jahrhundert" - Vortrag von Peter Schaller  -> Vortrag

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Haus der Geschichte Baden-Württemberg: Gier, Hass, Liebe ...

Das Finale der Emotionen-Trilogie widmet sich im Haus der Geschichte Baden-Württemberg dem schönsten aller Gefühle, der Liebe. Die Große Landesausstellung beginnt im Jahr des 70. Geburtstags Baden-Württembergs. Sie blickt darauf, wie Liebe die Menschen im Land zusammenhält und stärkt, aber auch verboten oder fanatisch sein kann. Die Schau läuft vom 14. Oktober 2022 bis zum 23. Juli 2023 im Haus der Geschichte in Stuttgart. (s. a. -> "Aktuelles"                            

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Jahrehauptversammlung der DVG am 27.6.22 - Bericht

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Kleiner Spaziergang durch die Altstadt

In der Oberamteigasse findet man eine alte Gedenktafel von 1773 an den großen Stadtbrand von 1617:

Vaihingen an der Enz ist am ersten November 1617 bis auf ein Viertel der Stadt
mit 106 Häusern und Scheuern abgebrannt. Herzog Johann Friedrich besuchte die Brandstätte, Baumeister Schickard sollte den Wiederaufbau planen. " In dieser traurigen Feuersbrunst sind in den Kellern an die 1200 Eimer Wein samt den Fässern und Ihrer Fürstlichen Gnaden Keltern mit 8 Bäumen verbrannt." Es gab dazu in Würtemberg eine Brandsteuer. Am 9. Oktober 1618 brach wieder eine große Feuersbrunst aus, " bei der die Kirche samt dem Turm und 28 Firste verbrannt sind." Schickard baute auch da wieder die Kirche samt dem Turm auf.   („Kulturstraße des Europarats Heinrich Schickhardt“ im DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen, Autoren: André Bouvard, Eckhard Christof, Roman Janssen, Charles Zumsteeg).

In der Turmstraße steht man vor einen netten kleinen Fachwerkhaus mit Rosengarten.

In der Grezgasse hat die Schreinerei Braun eine historische Schreinerwerkstatt ausgestellt.



Termine:

Städt. Museum Peterskirche
Jeden 1. Sonntag im Monat geöffnet, 14-16 Uhr

->  Link  Stadtführungen