Die Vaihinger Gesellschaft

Unser neuer alter Container

Die DVG erhielt einen ausrangierten Container, der zunächst als Zwischenlager dienen soll. Vorsitzender Reinhard Wahl kontrolliert gespannt die Positionierung.

Später ist geplant, ihn zu einem „transportablen Museum“ einzurichten, z.B. zur Stadtgeschichte Vaihingens oder zu Ortsjubiläen.

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Schaufensterausstellung im Kern in der Stuttgarter Straße

Bis in die 60er: Schreibmaschinen für die Frauen, Maschinen für die Männer … die späteren Korrekturbänder haben mancher Sekretärin den Tag gerettet …

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Das alte Oberamt in der Grabenstraße – So soll es aussehen:

Viele wissen es gar nicht mehr – Vaihingen war seit 1758 Oberamt, also später Kreisstadt der Kreises Vaihingen an der Enz. 1973 wurde Vaihingen zur „Großen Kreisstadt“ ernannt, der Landkreis Vaihingen jedoch im Rahen der Kreisreform aufgelöst.

Das alte Oberamtsgebäude in der Grabenstraße mit z.T. gut erhaltenen Amtsstuben von 1850 mit nebenstehender beeindruckender Riesen-Scheuer, großen Kellerräumen und eigener Kelter wurde später ein landwirtschaftliches Hofgut und stand dann jahrzehntelang leer.

Jetzt wird es von einer Denkmal-erfahrenen Fachfirma saniert. So könnte es demnächst aussehen …

So sah das alte lange leerstehende Oberamt 2017 aus

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Schaufensterausstelung Kern: Säcke – die Container von früher


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Jahresbericht 2020 der DVG

Wegen der Corona-Regelungen ist auch bei der DVG die Jahreshauptversammlung 2020 ausgefallen. Und damit der Jahresbericht des Vorstandes der DVG. Daher hat der 1. Vorsitzende Reinhard Wahl den Jahrebericht zu einer interessanten Online-Datei ausgearbeitet, in der man gut nachlesen kann, was die DVG an Aktivtäten leistet. Man kannsie sich hier ansehen kann oder downloaden:

dvg-jahresbericht-2020

DVG-Jahresbericht-2020 Download

*** Jubiläum 950 Jahre Ensingen ***

„Gefäße wie anno dazumal bei den Bandkeramikern“ (Aktion von Katja Langer)

Ab dem 18.02.21 darf ein Stück Ton mit einer Anleitung zur Bandkeramik nach Hause geholt werden. Die zuhause geformten Gefäße dürfen bis 03.03.21 – mit Namen versehen und schon etwas getrocknet – bei ihr abgegeben werden.

Sie wird die Keramiken mit der notwendigen Patina versehen und brennen.
An den Tagen der offenen Töpferei, 13. – 14.03.2021, werden die fertig gebrannten Gefäße coronagerecht im Freien ausgestellt und dürfen danach von den Herstellern gegen einen kleinen Unkostenbeitrag mitgenommen werden.
Es gibt das Angebot für max. 20 Interessenten. Bitte telef. Anmeldung!

Katja Langer    KL KERAMIK
Horrheimer Str. 15, Ensingen
Tel.:    07042 – 10 28 01
mobil: 0173 – 91 01 979

Nähere Informationen zu Ensinger Aktivitäten findet man unter
www.ensingen.eu.

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Kehrwoche – Schaufensterausstellung im Kern

Die Kehrwoche hat zwei wesentliche Anlässe: -> Der eine ist das Wachsen der Städte im Mittelalter und Pandemien. 1492 verordnete der Landesherr Herzog Eberhard I. für die Stadt Stuttgart: „Damit die Stadt rein erhalten wird, soll jeder seinen Mist alle Wochen hinausführen.“

Kultur

 -> Die zweite Ursache liegt in der größten Katastrophe Württembergs: Der 30-jährige Krieg 1618 – 1648. Danach lag das Land in Trümmern, 70 % der Württemberger waren tot, Verzweiflung, Armut  und Chaos herrschten. Ebenso schlimm war, dass Württemberg durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg 1693 gleich ein zweites Mal zerstört wurde (danach standen in z.B. Enzweihingen gerade noch 5 Häuser, großer Stadtbrand in Vaihingen) …

Zur Aufrichtung der äußeren und inneren Moral und Sitte wurden strenge Ordnungsregeln geschaffen.  Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg erließ 1714 für die Stuttgarter die „Gassenreinigungs-Ordnung“ im Stadtrecht. 1740 wurde die Gassensäuberungsordnung aktualisiert. Zweimal pro Woche mussten die Bewohner, ohne Unterschied des Standes, die Straßen kehren. Die Straßen-Polizei-Ordnung von 1811 legte fest, dass „niemand von der Verbindlichkeit, vor seinem Haus kehren zu lassen“ ausgenommen sei. Der Hauseigentümer war verpflichtet, „so oft es gefordert ist, vor seinem Haus die Reinigung vorzunehmen.“

Parallel zum Staat wirkte eine strenge (später pietistische) Kirchenzucht, die auch durch das staatliche Kirchenregiment von 1534 bis 1850 durchgesetzt wurde. Dabei spielte das Sittengericht der Kirchenkonvente und ein ausgedehntes Netz aus Spitzeln und Denunzianten eine entscheidende Rolle.

Der 30-jährige Krieg hatte nebenbei eine weitere Nachwirkung: Um dem Hunger entgegenzuwirken, wurden verstärkt die heute für Württemberg typischen Streuobstwiesen angelegt, Baumfrevel streng bestraft. (aus Wikipedia)

Heute ist die Kehrwoche zunehmend zum samstäglichen schwäbischen Happening mutiert: Gemeinschaftlich Auto putzen, schwätzen, Straße kehren – und das VfB-Spiel im Radio hören …

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Jeder möge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgfältiger und anspruchsvoller leben. (Bert Brecht)

„Hinterher ist man immer schlauer“ … Wie der Philosoph Sören Kierkegaard feststellte, kann man das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts. Schade. Denn so müssen wir ständig die Erfahrung des „Treppenwitzes“ machen. Erst wenn sich die Türe hinter mir schließt und ich dann die Treppe vom Vorstellungsgespräch hinuntersteige, kommen mir die guten Ideen, die ich hätte sagen soll … Im Deutschen wurde dieser Begriff durch den 1882 erschienenen Bestseller Der Treppenwitz der Weltgeschichte. Geschichtliche Irrtümer, Entstellungen und Erfindungen von William Hertslet popularisiert. Und so mögen wir auch rückwirkend aus den Erfahrungen der Corona-Krise lernen … und uns so stärken für die nächste Krise.

Die Vaihinger Gesellschaft wünscht allen Mitgliedern und Freunden ein GESUNDES und erfolgreiches Jahr 2021
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Alle Mitglieder und Freunde des Vaihinger Geschichtsvereins sind herzlich eingeladen zum Stammtisch am Mittwoch, 14. Oktober ab 19 Uhr in der KZ-Gedenkstätte. Ab 19.30 Uhr wird uns Frau von Staden über das Vaihinger KZ-Lager (mit Schwerpunkt auf Kriegsende und Nachkriegszeit) berichten. (Bericht folgt)

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Die Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 12. November muss wegen der Corona-Bestimmungen leider in das Frühjahr 2021 verschoben werden.

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Eine neue Heimat für das mächtige Wasserrad

Von Enzweihingen nach Besigheim und jetzt zur Seemühle. Technisches Denkmal wird voraussichtlich Dekorationsstück. Viele Jahrzehnte stand es in Enzweihingen, dann vor der Ernst’schen Mühle in Besigheim – jetzt wird es bei der Seemühle auf Gemarkung Roßwag wieder aufgebaut. Dort wird das mächtige, unterschlächtige Wasserrad aus dem Jahr 1907 als Blickfang dienen. (-> VKZ, 19.9. Uwe Bögel)

Eine neue Heimat  für das mächtige  Wasserrad

J. Hallama mit dem zerlegten Wasserrad vor der Seemühle (VKZ)

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Vermessung des Königreichs Württemberg begann vor genau 200 Jahren

In einem schönen Artikel der VKZ (18.9.20) wird der Beginn der neuzeitlichen Vermessung von Württemberg dargestellt. Am 25. Mai 1818 ordnete König Wilhelm I. von Württemberg im damaligen Königreich die Landesvermessung an. Am 18.9.1820, vor genau 200 Jahren, begann Professor Bohnenberger mit der Vermessung der Basislinie „Solitude-Allee“ (s. -> Aktuelles).

https://www.vkz.de/lokales/landkreis/vermessung-des-koenigreichs-begann-vor-200-jahren/

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Die aktuelle Schaufensterausstellung im „Kern“: Reisen, Reiseandenken, der schöne alte Reisekoffer von Alice Burger.

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Mit großer Trauer müssen wir von Herrn Dr. Elias Abschied nehmen. Er hat als Gründungsmitglied unseren jungen Geschichtsverein „Die Vaihinger Gesellschaft“ tatkräftig unterstützt. Mit seiner humorvollen und offenen Art hat er Geschichte lebendig und attraktiv repräsentiert und wird für die Mitglieder und die Stadt immer im Gedächtnis bleiben.

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Diskussion über die denkmalgeschützte „Stallscheune“

-> Aktuelles

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Sicherung Eisenbahnbrücke von 1904 -> Aktuelles

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Besuch des Museums Nussdorf -> Aktuelles

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————   Guten Rutsch ins Neue Jahr    ————

Viele Sprüche haben einen historischen Hintergrund, der inzwischen verlorengegangen ist:

‚Einen Zahn zulegen‘ – kommt aus den Küchen des Mittelalters, als Pfannen und Töpfe noch auf einer Art Zackengestell über dem Herdfeuer hingen, ein Zacken nach unten, und das Essen war schneller fertig

‚Über Stock und Stein‘ – Kommt daher, das Landesgrenzen früher ‚besteint‘ waren (Grenzsteine), Gemeindegrenzen dagegen waren ‚bestockt‘ (Holzpfosten).

‚Hals- und Beinbruch‘ – aus dem Jiddischen: ‚hazloche un broche‘ heißt dort: ‚Glück und Segen‘.

‚auf dem Holzweg‘ Ein Holzweg war derjenige Weg, auf dem ein gefällter Baum aus dem Wald geholt wurde. Er führt demnach nicht ans Ziel, sondern endet im Nirgendwo.

‚Sein Schäflein  ins Trockene bringen‘ hieß ursprünglich: ’sein SCHERFLEIN‘ ins Trockene bringen‘ – Scherflein waren kleine Holzbündel, die natürlich nicht nass werden durften, da in diesem Falle unbrauchbar zum Verfeuern.

Etwas ‚aus den Stegreif‘ tun: – Ist von einer alten Bezeichnung für Steigbügel abgeleitet; man tut etwas, ohne sich vorher die Mühe zu machen abzusteigen.

‚Unter die Haube kommen‘ – im Mittelalter trugen lange Zeit unverheirate Frauen ihre Haare offen. Das änderte sich aber nach der Hochzeit: Verheirate Frauen wurden quasi gezwungen eine Kopfbedeckung zu tragen.

Im historischen Sinne wünscht die Vaihinger Gesellschaft allen Mitgliedern und Freunden

‚EINEN  GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR‘

Reinhard Wahl       Peter Schaller      Reinhard Bolter  

(‚Rutsch‘ kommt vom rotwelschen Wort für ‚Anfang‘, wird ab 1800 auch als „Reise“ verstanden)

-> https://www.g-geschichte.de/forum/allgemein/

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Der Geschichtsverein „Die Vaihinger Gesellschaft“

Goldmünze aus dem Haspelturm
Goldmünze von 1693

besteht seit November 2015, hat nun 50 Mitglieder. Er ist inzwischen ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Gemeinsam haben wir einiges erreicht: Besondere Besichtigungen, fast jeden Monat einen Stammtisch, Aktivitäten am Maientag 2016, 2017, 2018, 2019, einige schöne Schaufenster-Ausstellungen und nun die interessante „Wilderer“-Ausstellung im alten Bahnhof Vaihingen/Enz. Der Verein unterstützt die Stadt bei der Betreuung des bisherigen „Städtischen Museums“ und anderer historischer Objekte. Er unterstützt die Stadt bei ihren Bemühungen um ein angemessenes Stadtmuseum als wichtiges Zukunftsprojekt.

Bei der „Kehrwoche“ zur Vorbereitung der Besichtigung des Haspelturms zum Maientag 2017 entdeckte Alexander Danz eine wertvolle Goldmünze von 1693.

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 Sie sind historisch interessiert? Dann werden Sie Mitglied in der „Vaihinger Gesellschaft“!

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